Umfrage: Gutes Wohlbefinden bei privat Versicherten

18.02.2014 - Privat Krankenversicherte fühlen sich besser und sind seltener krank als gesetzlich versicherte Menschen - zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage, die vom Bundesverband der Arzneimittelhersteller (BAH) in Auftrag gegeben wurde.


Privat Versicherte fühlen sich wohl

Wie eine aktuelle Studie des Meinungsforschungsinstituts Nielsen im Auftrag des Bundesverbands der Arzneimittelhersteller (BAH) jetzt zeigt, sind privat Krankenversicherte offenbar seltener krank und haben allgemein ein besseres Wohlbefinden als gesetzlich Versicherte. Demnach gaben insgesamt 61 Prozent der privat Versicherten an, sich voll und ganz oder zumindest weitestgehend wohlzufühlen. Bei den gesetzlich Versicherten bezeichneten hingegen weniger als die Hälfte, nämlich nur 49 Prozent, ihr derzeitiges Wohlbefinden als gut. Die Studie offenbart aber auch, dass das Wohlbefinden der gesetzlich Versicherten durch private Zusatzversicherungen gesteigert wird. So gaben 62 Prozent der Befragten mit einer zusätzlichen privaten Absicherung an, sich voll oder zumindest weitestgehend wohlzufühlen. „Die Ergebnisse stimmen zweifellos nachdenklich“, resümiert Lutz Boden, Gesundheitsmarkt-Experte beim BAH. „Offenbar fühlen sich selbst gesetzlich Versicherte mit einer Zusatzversicherung gesundheitlich ein Stück weit besser als Menschen, die nur gesetzlich versichert sind. Das hat offenbar mit einem Gefühl der Sicherheit zu tun.“

Gesetzlich Versicherte häufiger krank

Die Studie belegt weiter, dass sich die privat Versicherten offenbar nicht nur besser fühlen, sondern tatsächlich gesünder sind. So gaben sie an, in den letzten drei Monaten vor der Umfrage durchschnittlich 1,5 Tage krank gewesen zu sein. Bei den gesetzlich Versicherten war die Zahl der Krankheitstage im selben Zeitraum fast dreimal so hoch: Knapp fünf Tage lang waren sie nicht einsatzfähig. Florian Lanz, Sprecher des GKV-Spitzenverbands, überraschen diese Ergebnisse nicht. So zeigen Auswertungen der Krankschreibungen, dass „ gerade die Arbeitnehmer, die am stärksten körperlich arbeiten, auch am häufigsten krankgeschrieben und tendenziell länger krank sind. Gerade unter diesen Arbeitnehmern gibt es aber viele mit relativ geringen Einkommen, die gar nicht die Chance haben, in die private Krankenversicherung zu kommen.“ Auch der BAH warnt vor voreiligen Schlüssen. So belegen die Daten zwar, dass sich privat Versicherte besser und gesünder fühlen, welchen Anteil die private Krankenversicherung daran hat, kann die Studie allerdings nicht beantworten.


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