PKV: Weitere Beitragserhöhungen zum 1. Mai 2013

18.04.2013 - Vier private Krankenversicherungen werden ihre Beiträge zum 1. Mai 2013 erhöhen. Betroffen sind Versicherte der Gesellschaften Continentale, Hallesche, Bayerische Beamtenkrankenkasse (BBKK) und Union Krankenversicherung (UKV). Die Höhe der Anpassungen fällt dabei sehr unterschiedlich aus. Begründet werden die verspäteten Beitragssteigerungen mit dem erhöhten Arbeitsaufwand der Versicherer durch die Unisex-Umstellung.


PKV: Weitere Beitragserhöhungen zum 1. Mai 2013

Erneute Beitragsanpassungen angekündigt

Vier private Krankenversicherer - die Continentale, die Hallesche, die Bayerische Beamtenkrankenkasse (BBKK) und die Union Krankenversicherung (UKV) - haben beschlossen, ihre Beiträge zum 1. Mai 2013 anzupassen. Begründet werden die verschobenen Beitragserhöhungen vor allem mit gestiegenen Kosten. Laut Angaben der privaten Versicherer sind eine Vielzahl ihrer Tarife von dieser Erhöhung ausgenommen. Zum Teil würden die Beiträge sogar sinken. Fakt ist jedoch, dass die Steigerungen in einigen Tarifen überraschend hoch ausfallen. Bei der BBKK und der UKV beträgt das Plus im Schnitt etwa drei Prozent, bei der Halleschen rund zwei Prozent. Bei beiden Versicherungen betrifft die Erhöhung sowohl die Vollversicherungen als auch die Krankenzusatzversicherungen. Bei der Continentale sind insbesondere die Tarife "Business Line" wie auch Spezial- und Zusatzversicherungsverträge von den Anpassungen betroffen. Insgesamt müssen Versicherte mit Steigerungen von rund 0,4 Prozent rechnen.

Kritik an Terminierung

Bereits im April hatten die DKV und die AXA ihre Beiträge um durchschnittlich 4,5 Prozent angehoben. In einzelnen Tarifen wurden sogar 25-prozentige Zuschläge aufgerufen. Experten und Verbraucherschützer kritisieren diese verspäteten Beitragsanpassungen. "Das ist erzwungene Kundenbindung", so Ozan Sözeri, Gründer und Geschäftsführer des Hamburger Verbraucherschutzportals WIDGE.de. Denn: Durch die verschobene Anpassung können die Kunden bei einem Gesellschaftswechsel jetzt nur noch in Unisex-Tarife der Konkurrenz wechseln. Diese sind aber - vor allem für männliche Versicherte - oft erheblich teurer. Bei einer Beitragserhöhung zum Jahreswechsel 2012/2013 hätten sich die Versicherten noch für einen Bisex-Tarif bei einem anderen Anbieter entscheiden können. Bei einem Tarifwechsel innerhalb der Gesellschaft, so Sözeri, ist der Wechsel in einen Bisex-Tarif jedoch nach wie vor problemlos möglich. Diese alten Tarife sind für Bestandskunden weiterhin geöffnet.

Hoher Arbeitsaufwand

Die vier betroffenen privaten Krankenversicherungen wehrten sich indessen gegen die Vorwürfe, die verspäteten Anpassungen aus Kalkül vollzogen zu haben. Ursache für die Erhöhungen zum 1. Mai sei nicht zuletzt auch der erhöhte Arbeitsaufwand durch die Einführung der Unisex-Tarife im vergangenen Jahr. Aus diesem Grund habe man die Tarifanpassungen auf das Frühjahr verschieben müssen, so die Versicherer.


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