PKV: Neue Berechnungsgrundlage für Tarife

21.05.2015 - In der Vergangenheit kam es immer wieder zu deutlichen Beitragserhöhungen in der privaten Krankenversicherung. Die deutsche Finanzaufsicht (BaFin) plant nun, die Berechnungsgrundlage zu überarbeiten, um zukünftig extremen Steigerungen vorzubeugen.


PKV: Neue Berechnungsgrundlage für Tarife

Initiative ist geplant

Aufgrund von deutlichen Beitragsanpassungen standen die deutschen Krankenversicherer in den letzten Jahren immer wieder in der Kritik. Nun will die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die Grundlage zur Kalkulation der Beiträge prüfen. So plant sie, noch in diesem Jahr im Rahmen ihres Mandats für den kollektiven Verbraucherschutz eine neue Initiative zu diesem Komplex auf den Weg zu bringen. Die BaFin wird nach eigenen Angaben bei der Untersuchung „die Wirksamkeit der bislang existierenden Instrumente, die Möglichkeiten zu deren Weiterentwicklung sowie die Angemessenheit von bereits diskutierten und gegebenenfalls künftig zu ergreifenden Maßnahmen“ prüfen.

Berücksichtigung des Zinsniveaus

Im Rahmen der Prüfung wird die BaFin auch die Vorschläge der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) miteinbeziehen. Diese plädiert dafür, dass die Kalkulationsgrundlage um einen weiteren Faktor ergänzt wird. Während die privaten Krankenversicherer bislang ihre Beiträge nur dann anpassen dürfen, wenn die Faktoren „Lebenserwartung“ und „Gesundheitskosten“ festgesetzte Grenzen überschreiten, soll bei der Berechnung zukünftig auch noch das Zinsniveau berücksichtigt werden. Erhöhungen der Beiträge wird es dann zwar auch weiterhin geben, jedoch würden diese dann kontinuierlich und dafür geringer ausfallen, sodass die finanzielle Mehrbelastung der Versicherten besser verteilt wird.


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