DAK-Studie: Rauchverbote zeigen Wirkung

20.03.2012 - Die Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK) gab jüngst eine Studie in Auftrag, welche die Wirksamkeit der Nichtraucherschutzgesetze untersuchte. Das Ergebnis: Die Einführung der Gesetze hat Wirkung gezeigt, denn die Anzahl der Erkrankungen an Angina Pectoris und an akuten Herzinfarkten ist deutlich gesunken.


Positive Ergebnisse

Die Nichtraucherschutzgesetze, die das Rauchen in öffentlichen Gaststätten und Diskotheken untersagen, wurden 2007 und 2008 in Deutschland eingeführt. Das Ergebnis der DAK-Studie bestätigt nun die Wirksamkeit der Rauchverbote: Die Klinikbehandlungen von Herzinfarkten sanken um acht Prozent, die Behandlungszahl von Angina Pectoris ist um 13 Prozent zurückgegangen. Dementsprechend sind auch die stationären Behandlungskosten gesunken – bei Angina Pectoris um 9,6 Prozent, bei Herzinfarkten sogar um 20,1 Prozent.

Die Gründe

Dass Raucher in den meisten öffentlichen Gebäuden vor die Tür gehen müssen, um zu rauchen, hat zu einem deutlich reduzierten Zigarettenkonsum geführt. Ein weiterer Grund für den Rückgang der Erkrankungen ist, dass die Menschen in den Restaurants und Bars nicht mehr dem Passivrauchen ausgesetzt sind. Die schädlichen Dämpfe wurden mitunter über mehrere Stunden eingeatmet, da es in der Regel immer mehrere rauchende Gäste gab. Diesem Problem konnte mit den Nichtraucherschutzgesetzen Einhalt geboten werden.

Rauchverbot wird gut angenommen

Generell empfindet die Mehrheit der Bundesbürger die Rauchverbote in Gaststätten als positiv. Dieses Ergebnis konnte aus verschiedenen Meinungsumfragen gewonnen werden. So fühlten sich nicht nur Nichtraucher, sondern auch Raucher durch den Qualm belästigt. In einigen Cafés und Restaurants ist die Anzahl der Besucher nach Einführung der Rauchverbote sogar gestiegen.

Risiko bleibt trotzdem bestehen

Eine Angina Pectoris ist eine schwere Erkrankung, die Vorbote eines Herzinfarktes sein kann. Da sich beim aktiven Raucher als auch beim regelmäßigen Passivraucher die Blutgefäße verengen, ist für diese Personen die Wahrscheinlichkeit, an einer Angina Pectoris oder einem Herzinfarkt zu erkranken, deutlich höher. Trotz der rückläufigen Zahlen, die sich auf das Rauchverbot zurückführen lassen, gehören Herz-Kreislauferkrankungen neben den Krebserkrankungen nach wie vor zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland.


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