Altersrückstellungen

Altersrückstellungen (auch Alterungsrückstellungen genannt) sollen Versicherte davor schützen, dass sie im Alter extrem hohe Beiträge zahlen müssen. Zu diesem Zweck bilden die Versicherungsgesellschaften aus einem Teil der Beiträge (10 Prozent) einen „Puffer“. Somit zahlt der Versicherte in jüngeren Jahren – mit einer vergleichsweise niedrigen Beanspruchung der ärztlichen Versorgung – einen Beitrag, der über der durchschnittlichen Leistungsbereitstellung liegt. Dafür soll der Beitrag im Alter die Kosten der eigentlichen Inanspruchnahme der Versicherungsleistungen unterschreiten. Das entstehende Defizit wird durch die angesparten Summen, die zurzeit noch mit 3,5 Prozent verzinst werden, ausgeglichen.

Bei einem Tarifwechsel innerhalb der Versicherungsgesellschaft werden die Altersrückstellungen vollständig angerechnet. Wer jedoch zu einem anderen Versicherer wechselt, verliert – wenn er bereits vor 2009 seinen Versicherungsvertrag abgeschlossen hat – sämtliche Altersrückstellungen. Bei Verträgen, die ab dem 1. Januar 2009 gelten, können die Altersrückstellungen zum Teil in die neue Gesellschaft überführt werden – allerdings nur in der Höhe, die sich bei einer Versicherung im Basistarif ergeben hätte.