Central Beitragserhöhung 2014

Central Beitragserhöhung 2014

Die Central Krankenversicherung AG, die zur Generali Deutschland Holding gehört, ist mit knapp 1,8 Millionen Kunden der fünftgrößte private Krankenversicherer in Deutschland. Etwa 1.200 Mitarbeiter erwirtschaften einen Jahresumsatz von über zwei Milliarden Euro. Der Hauptsitz ist in Köln. Die Central bietet neben Krankenvollversicherungen auch Zusatzversicherungen wie Auslandskranken- oder Zahnzusatzversicherungen an. Zum 1. April 2012 hat die Deutsche Vermögensberatung (DVAG) als Vertriebspartner den Außendienst der Central übernommen.


Strategie der Billigtarife ging nicht auf

In der Vergangenheit hat die Central Krankenversicherung AG über mehrere Jahre sogenannte Billigtarife verkauft. Mit besonders günstigen Angeboten wurden so vor allem Selbstständige und Existenzgründer in die private Krankenversicherung gelockt. Der Plan der Central, dass diese Kunden nach kurzer Zeit in höherwertige und teurere Tarife wechseln, ging jedoch nicht auf. Ganz im Gegenteil, denn die Kunden in den Einsteigertarifen verursachten deutlich höhere Kosten als geplant. Die Folge dieser Fehlkalkulationen: hohe Beitragsanpassungen und viele Versicherte, die ihre Beiträge nicht mehr zahlen konnten. Zum 1. August 2011 hat die Central das Neugeschäft mit den Billigtarifen schließlich eingestellt.


Neue Beitragserhöhungen drohen

Auch wenn die Central mittlerweile keine Billigtarife mehr anbietet, müssen Versicherte weiterhin mit Anpassungen rechnen – eine Sprecherin des Unternehmens kündigte bereits an, dass rund 420.000 Kunden von erneuten Beitragserhöhungen betroffen sein werden. Der Grund: Wegen der schlechten wirtschaftlichen Lage muss die Generali-Tochter den Rechnungszins absenken. Um das Defizit auszugleichen, kommt es zwangsläufig zu Beitragssteigerungen. Der Rechnungszins lag mehrere Jahre bei 3,5 Prozent, bevor er für Neukunden auf 2,75 Prozent abgesenkt wurde.


Experten helfen beim Tarifwechsel

Für Versicherte, die von den Beitragserhöhungen betroffen sind, ist oftmals der Tarifwechsel innerhalb der Gesellschaft die einzig sinnvolle Möglichkeit, um monatlich viel Geld zu sparen. Während es bei einem Wechsel des Versicherers zu einem Verlust der Altersrückstellungen kommt, werden diese bei einem internen Tarifwechsel vollständig angerechnet. Experten raten daher Betroffenen, immer erst die Optionen beim eigenen Versicherer zu prüfen und bei der Durchführung des Wechsels die Hilfe von Spezialisten in Anspruch zu nehmen.

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