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Niedrigzins: Erneute Beitragserhöhungen drohen

Hamburg, 05.06.2013

Mit horrenden Beitragserhöhungen hat die private Krankenversicherung (PKV) in den letzten Jahren immer wieder auf sich aufmerksam gemacht, nun drohen den knapp neun Millionen privat Versicherten in Deutschland erneut deutlich höhere Kosten.


Der Grund: Wegen dauerhaft niedriger Zinsen am Kapitalmarkt sehen sich einige Versicherer dazu gezwungen, den Rechnungszins abzusenken. „Dies wird definitiv Beitragserhöhungen für die Versicherten zur Folge haben“, erklärt Ozan Sözeri, Geschäftsführer der WIDGE.de GmbH. „Die niedrigeren Kapitalzuwächse bei einem abgesenkten Zinssatz müssen schließlich ausgeglichen werden.“

Mit dem Rechnungszins werden die Altersrückstellungen der Versicherten verzinst – so sollen im Alter Beitragssteigerungen abgeschwächt werden. Bislang lag der Zinssatz bei 3,5 Prozent, inzwischen räumen jedoch viele Versicherungsgesellschaften ein, dass sie diesen nicht mehr halten können. Bereits für die neuen Unisex-Tarife, die Ende letzten Jahres eingeführt wurden, haben fast alle Versicherer eine Absenkung auf 2,75 Prozent oder sogar weniger vorgenommen. „Während bislang nur Neukunden von dieser Problematik betroffen waren, wird die jetzt geplante Absenkung auch alle Bestandskunden treffen“, erklärt Sözeri.

Die Axa hat als erstes Unternehmen offiziell bekannt gegeben, dass eine Änderung des Rechnungszinses ansteht. Eine aktuelle Untersuchung zeigt zudem, dass voraussichtlich noch 17 weitere Gesellschaften diesen Schritt vornehmen müssen. „Hier wird deutlich, dass Versicherer, die das Kapital konservativ und sicherheitsorientiert angelegt haben, jetzt besser aufgestellt sind. Bei allen anderen Gesellschaften sind die Versicherten die Leidtragenden – sie müssen für die Konsequenzen der jeweiligen Anlagestrategien aufkommen“, so Sözeri. Eine Möglichkeit für Bestandskunden die Kosten zu senken, ist laut dem Versicherungsexperten der Tarifwechsel innerhalb der Gesellschaft.


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