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Expertenschätzung: Immense Beitragserhöhungen in PKV erwartet

Hamburg, 28.01.2015

Hamburg, 28.01.2015 – Während in den vergangenen beiden Jahren die Beitragsanpassungen in der privaten Krankenversicherung verhältnismäßig gering ausgefallen sind, drohen laut Branchenexperten in diesem und nächstem Jahr Steigerungen im zweistelligen Bereich. Ausschlaggebend hierfür sind die immer noch niedrigen Zinsen am Kapitalmarkt. Bereits 2013 warnte Ozan Sözeri, Geschäftsführer der WIDGE.de GmbH, vor den Folgen des abgesenkten Rechnungszinses: „Dies wird definitiv Beitragserhöhungen für die Versicherten zur Folge haben. Die niedrigeren Kapitalzuwächse bei einem abgesenkten Zinssatz müssen schließlich ausgeglichen werden.“


Warum die Beiträge jetzt steigen

Diese Prognose hat sich bewahrheitet – die Beiträge steigen. Hierzu muss man wissen, dass die Versicherer nur dann Anpassungen vornehmen dürfen, wenn die gesetzlich festgelegten Schwellenwerte überschritten werden. Diese Faktoren beziehen sich auf die Gesundheitskosten und die Lebenserwartung der Versicherten. Nur wenn einer oder sogar beide Faktoren um mindestens fünf Prozent ansteigen, können die Unternehmen ihre Berechnungsgrundlagen komplett überprüfen. Teil dieser Grundlagen ist auch die Verzinsung der Kapitalanlagen. „Die Altersrückstellungen, die zukünftig die Beiträge auf einem erträglichen Niveau halten sollen, werden mittlerweile so schlecht verzinst, dass die Versicherten immer mehr zurücklegen müssten, um den Status quo überhaupt annähernd halten zu können. Eine Anpassung wäre also schon wesentlich früher notwendig gewesen, konnte jedoch aufgrund der nicht erreichten Schwellenwerte nicht umgesetzt werden. Deshalb trifft es jetzt viele Kunden sehr hart,“ erklärt Sözeri. Versicherten, die diese Mehrkosten nicht zahlen können oder wollen, empfiehlt er einen professionellen Tarifwechsel innerhalb der bestehenden Gesellschaft.

Politik in der Pflicht

Das Anliegen des PKV-Verbandes an die Bundesregierung, die Schwellenwerte flexibler zu gestalten, befürwortet der Geschäftsführer der WIDGE.de GmbH: „Auch wenn der Änderungswunsch Ende letzten Jahres von der Koalition vorerst abgelehnt wurde, halte ich es trotzdem für sinnvoller, kontinuierlich kleinere Anpassungen vorzunehmen als die Beiträge auf einen Schlag derart drastisch zu erhöhen.“ Die Voraussetzung sei jedoch, so Sözeri, dass eine „scharf kontrollierende Instanz“ dafür sorge, dass diese Freiheit nicht von den Versicherungsgesellschaften ausgenutzt werde.


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