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Beitragserhöhungen 2013: Millionen privat Versicherte sind betroffen

Hamburg, 04.12.2012

In den vergangenen Tagen erhielten zahlreiche privat Versicherte unerfreuliche Post von ihren Gesellschaften. Der Grund: Ab Januar steigen die Beiträge zur privaten Krankenversicherung erneut an.


Experten gehen von einer durchschnittlichen Erhöhung um sieben bis zehn Prozent aus – in einzelnen Tarifen sind sogar Anpassungen von 39 Prozent und mehr bekannt.

Viele Versicherte sind angesichts dieser Verteuerungen empört und suchen nach Auswegen. Das kann auch Ozan Sözeri, Gründer und Geschäftsführer des unabhängigen Verbraucherschutzportals WIDGE.de bestätigen: „Die Reaktion kam umgehend – in den letzten Tagen haben wir deutlich mehr Anfragen von schockierten Versicherten bekommen. Gerade die älteren Versicherten, die von den Anpassungen besonders betroffen sind, verzweifeln an den hohen Beiträgen und suchen unseren Rat.“ WIDGE.de unterstützt privat Krankenversicherte bei einem Wechsel in einen günstigeren Tarif. Besonders für Menschen mit Vorerkrankungen ist die Tarifumstellung die einzige Möglichkeit, auf die Erhöhungen zu reagieren. „Es gibt zwar die Option, auf Leistungen zu verzichten, doch das ist eine Milchmädchenrechnung, da die Versicherten nicht sparen, sondern am Ende oftmals draufzahlen“, erklärt Ozan Sözeri.

Bereits in den letzten Jahren erhöhten sich die Beiträge deutlich. So verteuerten sich beispielsweise 2012 einige Tarife um bis zu 40 Prozent. Doch wie kommt es dazu und warum lässt sich nichts gegen die Beitragssteigerungen tun? Für Sözeri liegt der Fehler im System: „Schuld an den horrenden Anpassungen der letzten Jahre sind die unseriösen Kalkulationen der Gesellschaften.“ Es fehle an staatlichen und unabhängigen Instanzen, die diese Berechnungen einer genauen Prüfung unterzögen. „Solange es hier keine Umstrukturierung gibt, wird es auch weiterhin zu extremen und unkalkulierbaren Beitragsanpassungen kommen“, prognostiziert der Verbraucherschützer.


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