Weitere gesetzliche Kassen kippen Zusatzbeiträge
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In jüngster Zeit konnten die gesetzlichen Krankenkassen hervorragende Geschäftszahlen vorlegen. Innerhalb eines Jahres konnten die Überschüsse von 277 Millionen Euro auf 3,9 Milliarden Euro gesteigert werden. Dabei wurde vor allem von der guten konjunkturellen Entwicklung profitiert. Hinzu kam, dass die Sparmaßnahmen der Krankenkassen für die erwünschten Einspareffekte sorgten. Dank der erwirtschafteten Überschüsse sind die Versicherungsgesellschaften dazu in der Lage, mit den Zuschüssen aus dem Gesundheitsfonds auszukommen und auf Zusatzbeiträge verzichten zu können.
Zu den ersten gesetzlichen Krankenkassen, die den Zusatzbeitrag abgeschafft haben, gehören die Deutsche BKK und die KKH-Allianz. Auch von der Fusion von DAK und BKK Gesundheit profitieren die Versicherten, da im Zuge der Fusion die Zusatzbeiträge abgeschafft werden sollen. Und nun möchten zum 1. April 2012 auch die BKK Phoenix und die BKK advita nachziehen. Auch diejenigen, die bei der BKK Hoesch versichert sind, können mit der Abschaffung des Zusatzbeitrages oder zumindest mit dessen Reduzierung rechnen.
Viele Experten glauben nicht daran, dass die Abschaffung der Zusatzbeiträge von Dauer sein wird. Der Verbraucherzentrale Bundesverband erwartet für die gesetzlichen Krankenkassen höhere Mehrausgaben, die sie dazu zwingen werden, wieder Zusatzbeiträge zu erheben. Den Experten zufolge kommt bereits 2013 oder 2014 wieder der Zusatzbeitrag auf die Versicherten zu. So zeigte sich die Gesundheitsexpertin des Verbraucherzentrale Bundesverbandes Ilona Köster-Steinbach gegenüber den "Nürnberger Nachrichten" von einer Wiedereinführung für 2014 überzeugt.
(fs)
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