Studie: Keine Gesundheitsgefahr durch PIP-Silikonimplantate
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Als herauskam, dass bei den vom französischen Unternehmen "Poly Implant Prothese" erzeugten Brustimplantaten qualitativ minderwertiges Silikon verwendet wurde, war die Aufregung groß. Diese minderwertigen Implantate brachten das Unternehmen 2011 als Ganzes zu Fall und riefen die Befürchtung hervor, dass mit den PIP-Implantaten eine Gefährdung der Gesundheit der betroffenen Frauen einhergeht. Der britische NHS bemühte sich nun darum, solche Ängste zu zerstreuen: Die NHS-Studie brachte zutage, dass die PIP-Brustimplantate weder gesundheitsgefährdend sind, noch für Hautirritationen sorgen. Mit größter Wahrscheinlichkeit wird dieses Zwischenfazit der NHS-Studie auch das Endergebnis sein.
Jedoch stellte die Studie des NHS keineswegs eine Rehabilitation der PIP-Brustimplantate dar, wie ein weiteres Ergebnis der Studie zeigt. So verglichen die Forscher rund um den medizinischen Direktor des NHS, Bruce Keogh, die PIP-Implantate mit den Implantaten von anderen Herstellern bezüglich der Reißfestigkeit des verwendeten Silikons. Und die Ergebnisse zeigten, dass bei PIP-Brustimplantaten mit Abstand die größte Gefahr besteht, dass das Implantat innerhalb der ersten zehn Jahre reißt. Genau dazu kam es bei 15 bis 30 Prozent der untersuchten PIP-Brustimplantate. Bei den anderen Herstellern betrug die Gefahr des Implantatrisses in diesem Zeitraum nur 10 bis 14 Prozent. Des Weiteren kritisierte der NHS, dass nach dem Entfernen der PIP-Brustimplantate bei den betroffenen Frauen beispielsweise Lymphknotenvergrößerungen auftreten können.
Die Ergebnisse der NHS-Studie wurden auch beim BfArM interessiert zur Kenntnis genommen. Das BfArM ist im Januar dieses Jahres noch davon ausgegangen, dass von den qualitativ minderwertigen PIP-Implantaten eine Gefährdung der Gesundheit ausgeht und hatte daher empfohlen, die PIP-Implantate prophylaktisch entfernen zu lassen. Nun will man sich genauestens mit dem vom NHS vorgelegten Bericht befassen und eventuell die derzeitige Regelung verändern, wenn die Ergebnisse der NHS-Studie das als sinnvoll erscheinen lassen.
(sw)
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