Kostenloser WIDGE-Check
  • Einsparung bis 40%
  • Keine Kündigung notwendig
  • Gleicher Leistungsumfang
  • Kostenloses Angebot erstellen lassen
Infos anfordern!

Studie: Keine Gesundheitsgefahr durch PIP-Silikonimplantate


Studie: Keine Gesundheitsgefahr durch PIP-Silikonimplantate
22.06.2012
Nachdem der Skandal um qualitativ minderwertige PIP-Brustimplantate für viel Angst wegen eventueller negativer, gesundheitlicher Auswirkungen gesorgt hat, konnte der britische National Health Service (NHS) nun Entwarnung geben. Jedoch wies der NHS zugleich darauf hin, dass bei den PIP-Brustimplantaten ein großes Risiko besteht, dass diese schnell reißen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) will sich nun intensiv mit der NHS-Studie befassen.

Keine Gesundheitsgefahr

Als herauskam, dass bei den vom französischen Unternehmen "Poly Implant Prothese" erzeugten Brustimplantaten qualitativ minderwertiges Silikon verwendet wurde, war die Aufregung groß. Diese minderwertigen Implantate brachten das Unternehmen 2011 als Ganzes zu Fall und riefen die Befürchtung hervor, dass mit den PIP-Implantaten eine Gefährdung der Gesundheit der betroffenen Frauen einhergeht. Der britische NHS bemühte sich nun darum, solche Ängste zu zerstreuen: Die NHS-Studie brachte zutage, dass die PIP-Brustimplantate weder gesundheitsgefährdend sind, noch für Hautirritationen sorgen. Mit größter Wahrscheinlichkeit wird dieses Zwischenfazit der NHS-Studie auch das Endergebnis sein.

Implantatrisse möglich

Jedoch stellte die Studie des NHS keineswegs eine Rehabilitation der PIP-Brustimplantate dar, wie ein weiteres Ergebnis der Studie zeigt. So verglichen die Forscher rund um den medizinischen Direktor des NHS, Bruce Keogh, die PIP-Implantate mit den Implantaten von anderen Herstellern bezüglich der Reißfestigkeit des verwendeten Silikons. Und die Ergebnisse zeigten, dass bei PIP-Brustimplantaten mit Abstand die größte Gefahr besteht, dass das Implantat innerhalb der ersten zehn Jahre reißt. Genau dazu kam es bei 15 bis 30 Prozent der untersuchten PIP-Brustimplantate. Bei den anderen Herstellern betrug die Gefahr des Implantatrisses in diesem Zeitraum nur 10 bis 14 Prozent. Des Weiteren kritisierte der NHS, dass nach dem Entfernen der PIP-Brustimplantate bei den betroffenen Frauen beispielsweise Lymphknotenvergrößerungen auftreten können.

Ergebnisse werden geprüft

Die Ergebnisse der NHS-Studie wurden auch beim BfArM interessiert zur Kenntnis genommen. Das BfArM ist im Januar dieses Jahres noch davon ausgegangen, dass von den qualitativ minderwertigen PIP-Implantaten eine Gefährdung der Gesundheit ausgeht und hatte daher empfohlen, die PIP-Implantate prophylaktisch entfernen zu lassen. Nun will man sich genauestens mit dem vom NHS vorgelegten Bericht befassen und eventuell die derzeitige Regelung verändern, wenn die Ergebnisse der NHS-Studie das als sinnvoll erscheinen lassen.

(sw)



Weitere Artikel

« Sachverständigenrat: Vermehrt auf ambulante Operationen setzen
PKV-Bilanz 2011 zeigt geteiltes Ergebnis »

Stichwort Gesundheitskosten

Studie: Oft nur geringer Zusatznutzen bei neuen Medikamenten
Studie: Oft nur geringer Zusatznutzen bei neuen Medikamenten

Arzneimittelbewertung: Neue Medikamente sind nur selten besser

Häusliche Krankenpflege: Kosten erneut gestiegen
Häusliche Krankenpflege: Kosten erneut gestiegen

Kosten für häusliche Krankenpflege gestiegen

Stichwort Studie

Bürgerversicherung würde mittlere bis hohe Einkommen belasten
Bürgerversicherung würde mittlere bis hohe Einkommen belasten

Studie: Bürgerversicherung belastet mittlere bis hohe Einkommen

Statistik: Ostdeutsche häufiger krankgeschrieben
Statistik: Ostdeutsche häufiger krankgeschrieben

Arbeitnehmer im Osten häufiger krank