Studie enthüllt - 40 Prozent der Krebsfälle sind vermeidbar
Foto: Snowleopard1 iStockphoto
So wird die Entstehung von Tumoren bei Männern insbesondere durch erhöhten Alkoholkonsum und durch einen Mangel an Obst und Gemüse und den darin enthaltenen Vitaminen und Mineralstoffen begünstigt. Dagegen ist für Frauen beispielsweise Übergewicht ein größerer Risikofaktor als Alkoholkonsum. Für beide Geschlechter gleichermaßen riskant ist der Tabakkonsum, der zugleich der wichtigste Risikofaktor für die Krebsentstehung überhaupt ist. Das gilt übrigens keineswegs nur für Krebserkrankungen in der Lunge, sondern auch an anderen Organen. Immerhin wurde für 90 im Tabakrauch enthaltene Substanzen nachgewiesen, dass sie ein Tumorwachstum auslösen können. Insgesamt gilt das Rauchen als Ursache von 23 Prozent sämtlicher Tumorfälle bei Männern sowie von über 15 Prozent der Krebserkrankungen von Frauen. Neben Lungenkrebs kann Rauchen auch das Wachstum von Krebszellenzellen im Mund- und Rachenbereich, im Kehlkopf sowie in Speiseröhre, Magen und Harnblase begünstigen.
Zu den bisher weniger bekannten Erkenntnissen, die im Rahmen der Studie gewonnen wurden, gehört auch die Tatsache, dass Übergewicht nicht nur als Ursache von Krebserkrankungen am Darm, an der Gebärmutter, in Speiseröhre und an den Nieren sondern auch eines Zehntels aller Brustkrebs-Fälle gilt. Das Risiko, an Speiseröhrenkrebs zu erkranken, steigt bekanntermaßen mit höherem Alkoholkonsum. Doch Vitamin- und Mineralienmangel wirken sich hier neueren Erkenntnissen zufolge noch stärker aus. Die gesundheitlichen Risiken, die mit einer besonders salzreichen Ernährung verbunden sind, wurden schon häufiger thematisiert, doch dass dies auch eine Basis für Magenkrebs sein kann, dürfte vielen Menschen neu sein.
(rw)
Gute Konjunkturlage: Sozialversicherungsbeiträge könnten deutlich sinken
Hohe Überschüsse: Krankenkassen sollen künftig Prämien ausschütten