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Studie enthüllt - 40 Prozent der Krebsfälle sind vermeidbar


Studie enthüllt - 40 Prozent der Krebsfälle sind vermeidbar
20.12.2011
Etwa 40 Prozent aller Krebsfälle sind durch Faktoren in der individuellen Lebensweise eines Menschen bedingt und damit vermeidbar. Das geht aus einer Studie des britischen Wissenschaftlers Max Perkin vom Center for Cancer Prevention an der Londoner Queen Mary University hervor. Neben Rauchen, Alkohol und fettreicher Ernährung spielen auch Risikofaktoren eine Rolle, die in einigen Fällen geschlechtsabhängig variieren.

Größte Risikofaktoren: Alkohol, Tabak und Übergewicht

So wird die Entstehung von Tumoren bei Männern insbesondere durch erhöhten Alkoholkonsum und durch einen Mangel an Obst und Gemüse und den darin enthaltenen Vitaminen und Mineralstoffen begünstigt. Dagegen ist für Frauen beispielsweise Übergewicht ein größerer Risikofaktor als Alkoholkonsum. Für beide Geschlechter gleichermaßen riskant ist der Tabakkonsum, der zugleich der wichtigste Risikofaktor für die Krebsentstehung überhaupt ist. Das gilt übrigens keineswegs nur für Krebserkrankungen in der Lunge, sondern auch an anderen Organen. Immerhin wurde für 90 im Tabakrauch enthaltene Substanzen nachgewiesen, dass sie ein Tumorwachstum auslösen können. Insgesamt gilt das Rauchen als Ursache von 23 Prozent sämtlicher Tumorfälle bei Männern sowie von über 15 Prozent der Krebserkrankungen von Frauen. Neben Lungenkrebs kann Rauchen auch das Wachstum von Krebszellenzellen im Mund- und Rachenbereich, im Kehlkopf sowie in Speiseröhre, Magen und Harnblase begünstigen.

Neues Wissen über Krebsentstehung

Zu den bisher weniger bekannten Erkenntnissen, die im Rahmen der Studie gewonnen wurden, gehört auch die Tatsache, dass Übergewicht nicht nur als Ursache von Krebserkrankungen am Darm, an der Gebärmutter, in Speiseröhre und an den Nieren sondern auch eines Zehntels aller Brustkrebs-Fälle gilt. Das Risiko, an Speiseröhrenkrebs zu erkranken, steigt bekanntermaßen mit höherem Alkoholkonsum. Doch Vitamin- und Mineralienmangel wirken sich hier neueren Erkenntnissen zufolge noch stärker aus. Die gesundheitlichen Risiken, die mit einer besonders salzreichen Ernährung verbunden sind, wurden schon häufiger thematisiert, doch dass dies auch eine Basis für Magenkrebs sein kann, dürfte vielen Menschen neu sein.

(rw)



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