Private Krankenversicherungen verzeichnen Mitgliederzuwachs
Foto: Ridofranz istock
Nach dem von Steria Mummert herausgegebenen „Branchenkompass Versicherungen“ für 2011 sehen die befragten Entscheidungsträger im Versicherungsgeschäft die Private Krankenversicherungen vorne. Für die Studie wurden 100 Führungskräfte aus 100 verschiedenen Unternehmen über die drängendsten aktuellen und mittelfristigen Herausforderungen befragt.
Hinsichtlich der vorrangigen Geschäftsziele für die kommenden drei Jahre kündigten die Befragten übereinstimmend an, ihre Zusammenarbeit mit Versicherungsmaklern verstärken zu wollen. Ein weiteres Augenmerk wird von den Versicherern auf den Ausbau ihrer Produktpalette gelegt. Ziel ist dabei Kunden durch optimale Angebote stärker an sich zu binden. Rationalisierungen allein werden von den Führungskräften der Versicherungen nicht als ausreichend angesehen, um die Zukunftsfähigkeit ihres Unternehmens zu gewährleisten.
Würden also alleine wirtschaftliche Kriterien zugrunde gelegt, würde der Konkurrenzkampf zwischen den Gesetzlichen und Privaten Krankenversicherungen wahrscheinlich zu Gunsten der Privaten Krankenversicherungen entschieden. Diesem System wird die größere Zukunftsfähigkeit zugetraut. Zahlreiche Versicherte, die von der Gesetzlichen Krankenversicherung zu einer Privaten Krankenversicherung gewechselt haben, scheinen diese Annahme zu bestätigen. In dem ersten Halbjahr 2011 verzeichneten die Privaten Krankenkassen einen hohen Mitgliederzuwachs.
(rw)
PKV will Alterungsrückstellungen flexibler einsetzen