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Private Krankenversicherung - Weniger Wechsel zur PKV als erwartet


Private Krankenversicherung - Weniger Wechsel zur PKV als erwartet
05.04.2011
Die Koalition aus Union und Freidemokraten hat die Wartezeit für den Wechsel von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung verkürzt. Mit der Verkürzung dieser Zeit hatten die privaten Versicherungen die Hoffnung auf einen großen Zuwachs an Mitgliedern verbunden. Aber wie das Jahr 2010 gezeigt hat, wurden diese Hoffnungen nicht erfüllt.

Weniger Wechsel zur PKV als erwartet

Es erfolgt lediglich ein Zugang von 16.000 Versicherten zu den privaten Krankenversicherungen, was weit unterhalb der früheren Annahmen lag. Das Potenzial für Neukunden bei den privaten Krankenversicherungen wurde damit bei Weitem nicht ausgeschöpft. Ursache ­dafür könnte sein, dass viele gesetzlich Versicherte den privaten Krankenversicherungen mit Skepsis gegenüberstehen. Denn obwohl in der gesetzlichen Krankenversicherung 4,5 Millionen Menschen freiwillig versichert sind, haben nur sehr wenige zu einer privaten Krankenversicherung gewechselt. Hieran änderten auch die sich erhöhenden Beiträge, die an die gesetzlichen Krankenversicherungen zu entrichten sind, nichts.

Gründe für weniger Wechsel

Ein Grund für das zögerliche Verhalten der Versicherten liegt in der Familienversicherung, die sehr geschätzt wird. Hierbei sind sowohl die Kinder bis zum Alter von 25 Jahren als auch der Ehepartner ohne zusätzliche Kosten in der gesetzlichen Krankenversicherung mitversichert. Ein weiterer Grund liegt darin, dass auch bei den privaten Krankenversicherungen eine Steigerung der Beitragssätze zu verzeichnen ist. Ursächlich hierfür ist, dass die Behandlungskosten bei privat versicherten Patienten oft doppelt so hoch sind wie bei angehörigen der gesetzlichen Krankenversicherung.

Attraktivität der PKV

Attraktiv sind private Krankenversicherungen insbesondere für junge gesunde Menschen, die alleinstehend sind und deshalb keine Familienversicherung benötigen. Aber auch diese sollten sich vor einem Wechsel in die private Krankenversicherung eingehend beraten lasen und insbesondere darauf achten, dass der Beitrag langfristig stabil bleibt. Eine gute Anlaufstelle für eine unabhängige und fachkundige Beratung sind Versicherungsfachleute, die zur Beurteilung der Beitragsstabilität eines Unternehmens der privaten Krankenversicherung auch die Unternehmensergebnisse der letzten Jahre in ihre Bewertung einbeziehen.

(fs)



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