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PKV-Studie: Weniger wohlhabende Mitglieder


PKV-Studie: Weniger wohlhabende Mitglieder
02.07.2012
Nur eine Minderheit der privat Krankenversicherten ist wohlhabend - das ist das Ergebnis einer Studie des Wissenschaftlichen Instituts der privaten Krankenversicherung (WIP). Zudem zeigt die Erhebung, dass etwas mehr als die Hälfte der privat Versicherten nicht erwerbstätig ist. In diesem Zusammenhang wirft die Studie die Frage auf, inwiefern sich viele Mitglieder die stetig ansteigenden Versicherungsbeiträge überhaupt leisten können.

Wohlhabende in der Minderheit

Gegenüber der privaten Krankenversicherung (PKV) besteht hartnäckig die Meinung, dass sich in deren Reihen nur reiche Mitglieder befänden und dass die PKV eine Krankenversicherung ausschließlich für Wohlhabende sei. Eine Untersuchung des WIP widerlegt nun dieses Vorurteil. Für die Studie befasste sich das Institut mit Stichproben des Statistischen Bundesamtes aus dem Jahr 2008 und filterte die Einkommensverhältnisse der privat Krankenversicherten heraus. Das Ergebnis der Untersuchung: Lediglich bei 19,6 Prozent der privat Versicherten übertraf das Einkommen die Versicherungspflichtgrenze in Höhe von 4.012,50 Euro pro Monat.

Die Mitgliederstruktur der PKV

Auch gewährt die Studie des WIP einen Einblick in die Mitgliederstruktur bei der PKV. So wird deutlich, dass Arbeitnehmer mit 11,6 Prozent einen geringen Anteil der Mitgliederschaft der PKV ausmachen, während ein Anteil von 24,7 Prozent auf Beamte fällt. Auch Pensionäre sind mit 17,5 Prozent in der privaten Krankenversicherung stark vertreten. Der Anteil der Selbständigen liegt bei 15,7 Prozent. Ein weiterer Aspekt, den die Studie offenbart, ist, dass viele PKV-Mitglieder nicht erwerbstätig sind. Zu dieser nichterwerbstätigen Gruppe zählen unter anderem Studenten, Rentner und Kinder. Die nichterwerbstätigen Mitglieder stellen sogar die Mehrheit der PKV-Mitglieder, denn nur 49,2 Prozent der privat Versicherten leben von einer eigenen Erwerbstätigkeit. Alleine 22,3 Prozent der PKV-Mitglieder bestreiten ihren Lebensunterhalt aus Renten- oder Pensionszahlungen. Auch von Unterhaltszahlungen leben zahlreiche privat Versicherte.

Studie offenbart Schwächen der PKV

Obwohl die Studie des WIP mit dem Vorurteil aufräumt, dass nur Reiche und Wohlhabende in der PKV versichert seien, zeigt sie dennoch Schwächen der PKV auf. So wirft nämlich die große Anzahl an Nichterwerbstätigen in der PKV-Mitgliedschaft unwillkürlich die Frage auf, ob und wie diese in der Lage sind, die stetig ansteigenden Versicherungsbeiträge zu bezahlen. Mit jeder Beitragserhöhung durch die PKV erscheint das immer zweifelhafter.

(lh)



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