PKV: Neue Beitragserhöhungen angekündigt

07.10.2016 - Die privat Krankenversicherten in Deutschland müssen ab Januar 2017 mit deutlich höheren Beiträgen für ihre Versicherungspolice rechnen – das geht aus einem aktuellen Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) hervor. Sie beruft sich dabei auf Angaben aus informierten Kreisen. Im Durchschnitt sollen die Beiträge laut FAZ um elf Prozent erhöht werden.


PKV: Neue Beitragserhöhungen angekündigt

Steigerungen im zweistelligen Bereich

Der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) zufolge hat der Verband der Privaten Krankenversicherungen (PKV) kürzlich Politiker und andere Entscheidungsträger darüber informiert, dass zu Beginn des neuen Jahres deutliche Beitragserhöhungen auf die Versicherten zukommen werden. Die Steigerungen variieren von Unternehmen zu Unternehmen; durchschnittlich werden sie mit elf Prozent jedoch im zweistelligen Bereich liegen. Die Zusatzkosten würden sich dann für viele Versicherte auf 50 Euro und mehr pro Monat belaufen. Laut der FAZ sind insgesamt etwa zwei Drittel der 8,8 Millionen Deutschen mit einer Vollversicherung von diesen Erhöhungen betroffen. Ab November werden die Versicherten schriftlich über die Tarifanpassungen informiert.

Niedrigzinspolitik für Mehrkosten verantwortlich

Die Branche macht verschiedene Faktoren für die Beitragserhöhungen verantwortlich. Dazu gehören beispielsweise die Kostensteigerungen für die medizinische Versorgung und Mehrkosten aufgrund des medizinischen Fortschritts. Vor allem aber ist laut PKV-Verband die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) ein Grund für die stetig steigenden Beiträge. „Ohne die Auswirkungen der Niedrigzinsen wäre die PKV-Beitragsentwicklung auch in diesem Jahr unauffällig“, erklärte PKV-Direktor Volker Leienbach gegenüber der FAZ. Die Branche müsse das Geld, das sie am Kapitalmarkt nicht erwirtschaften könne, durch höhere Vorsorge finanzieren.


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