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Nur ausreichende Versorgung von Krankenhausapotheken


Nur ausreichende Versorgung von Krankenhausapotheken
28.06.2012
Die Versorgung von Krankenhausapotheken mit Arzneimitteln ist lediglich ausreichend - dies zeigen aktuelle Beispiele aus Düsseldorf. Schuld sind demnach vor allem die langen Lieferzeiten von Pharmaunternehmen. Apotheker warnen vor einer Unterversorgung der Patienten.

Ein allgemeines Problem

Es sind nicht alleine die Krankenhausapotheken, die über eine Unterversorgung an bestimmten Heilmitteln klagen. Auch viele Universitätskliniken sind davon betroffen. Der Grund für die langen Lieferzeiten liegt demnach im globalen Markt begründet: Vielfach wird ein Präparat nur von einem Hersteller geliefert. Gibt es bei ihm Probleme in der Produktion, kann sich der Versand verzögern. Zudem sind auch die Pharmaunternehmen von ihren Zulieferern abhängig. Besteht dort ein Mangel an Medikamenten oder Inhaltsstoffen, kommt dieser letztlich immer auch beim Patienten an, für den ein Präparat nicht verfügbar ist. Noch, so sind sich die Apotheker einig, ist es möglich, eine solche Unterversorgung zu bewältigen. Einerseits, weil es derzeit nur wenige Heilmittel betrifft, die nicht ausgeliefert werden können. Andererseits, weil im Zweifelsfall auf alternative Medikamente zurückgegriffen werden kann. Die ärztliche Behandlung ist damit nach wie vor gewährleistet, eine akute Einschränkung bei den Therapien gibt es bislang noch nicht. Dennoch sei nun, da sich die ersten Engpässe in der Versorgung abzeichnen, der Punkt der ersten Alarmierung gekommen. Noch könne dem sich abzeichnenden Mangel entgegengewirkt werden.

Nur wenige Präparate betroffen

Derzeit ergebe sich insbesondere bei zwei Wirkstoffgruppen eine Reduzierung der Kapazitäten. Dabei handelt es sich um das häufig eingesetzte Antibiotika, das oft zur Erstversorgung verwendet wird und das ein Ausbreiten von Entzündungen im Körper verhindern soll. Gerade der häufige Gebrauch bedingt jedoch gleichfalls das Bedürfnis nach diesem Präparat. Eine Verknappung eines Heilmittels, das zur Therapie gegen Krebs eingesetzt wird, ist ebenfalls festzustellen. In beiden Fällen war es bislang allerdings möglich, auf andere Hersteller zurückzugreifen und die gewünschten Medikamente aus deren Sortiment zu erwerben.

Folgen der Globalisierung

Wie dem Problem entgegenzuwirken ist, darüber sind sich alle Beteiligten einig. So müsse die Produktion der Heilmittel gesichert sein. Dazu sei es jedoch nötig, dass die Pharmaunternehmen die Herstellung durch eine längere Lagerung der Wirkstoffe sicherstellen und damit etwaigen Engpässen ihrer Zulieferer vorbeugen. Demgegenüber sei aber auch der globale Markt ein Problem: Früher wurden die Präparate für den deutschen Markt in Deutschland hergestellt. Heute dagegen werden sie global produziert. Hierbei sei die Lieferkette aber nicht in Gänze einsehbar und nicht immer könne für den reibungslosen Ablauf garantiert werden. Ein Problem also, das bald auch den Patienten betreffen könnte.

(sw)



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