Behandlungskosten beim Zahnarzt steigen
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Nach rund 24 Jahren ohne umfassende Anpassung war es wohl an der Zeit, die Gebührenordnung für Zahnärzte einer Reform zu unterziehen. Die Patienten kommt die Reform allerdings teuer zu stehen: Leistungen, die über die Regelversorgung hinausgehen, schlagen mit durchschnittlich sechs Prozent mehr zu Buche als noch im vergangenen Jahr. Zum überwiegenden Teil sind die Steigerungen der Behandlungskosten neuen Behandlungsmethoden und Geräten geschuldet, die in der Vergangenheit Einzug in die Praxen der Zahnmediziner hielten. Die Kosten für den medizinischen Fortschritt mussten die Arztpraxen bislang selbst schultern, eine Gegenfinanzierung war in der Gebührenordnung für Zahnärzte nicht vorgesehen.
Ab diesem Jahr werden diese Kosten nun auch in der Gebührenordnung für Zahnärzte berücksichtigt, was zu einer Mehrbelastung der Patienten führen wird. Denn die gesetzlichen Krankenkassen kommen nur für Leistungen im Rahmen der Regelversorgung auf. Wer eine bessere Versorgung wünscht, trägt die zusätzlichen Kosten selbst. Im Einzelfall werden dann schnell einige Hundert Euro fällig, weshalb Fachleute häufig zum Abschluss einer privaten Zahnzusatzversicherung raten. Die übernimmt im Leistungsfall bis zu 100 Prozent der anfallenden Kosten für den Zahnersatz – wenn der gewählte Tarif dies vorsieht. Ohnehin lohnt es sich, neben den Beiträgen auch die Leistungen der angebotenen privaten Zusatztarife zu vergleichen: Mitunter leisten die Versicherer nicht nur für Zahnersatz, sondern auch für Zahnreinigung und zahnerhaltende Maßnahmen.
Eine weitere Möglichkeit Kosten zu sparen sollten Patienten nicht vergessen, wenn der Zahnarzt größere Behandlungsmaßnahmen plant: Einen Berufskollegen um eine zweite Meinung zu bitten. Es ist gar nicht selten, dass ein zweiter Zahnarzt zu einer anderen Einschätzung gelangt – und auch, dass er eine andere Behandlungsmethode vorschlägt, die weitaus niedrigere Kosten verursacht.
(eh)
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