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Arzneimittelrabatte bringen der PKV 160 Millionen Euro


Arzneimittelrabatte bringen der PKV 160 Millionen Euro
06.07.2011
Seit Januar 2011 gelten Arzneimittelrabatte nicht mehr nur für die gesetzliche Krankenversicherung . Laut Prognosen des Wissenschaftlichen Instituts der PKV waren schon in den ersten sechs Monaten seit der Einführung Einsparungen in Höhe von 160 Millionen Euro möglich.

Das unerwartete Sparpotenzial 

Die Rabatte für Arzneimittel sind gesetzlich festgelegt. Sie werden den Pharmaherstellern und Apotheken eingeräumt und galten bisher nur für die gesetzliche Krankenversicherung. Doch seit Januar 2011 können auch private Krankenversicherer diese Rabatte fordern und erzielen damit ein horrendes Sparpotenzial. Gleichzeitig reduziert sich die Differenz zwischen den Ausgaben pro Arzneimittel bei den gesetzlichen und den privaten Gesellschaften. Während diese Differenz bisher bei 10,2 Prozent lag, macht sie im Augenblick nur noch 7,7 Prozent aus. Grundlage für die Einführung und Ausdehnung des Rabatts ist das Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz, das durch die Bundesregierung eingeführt wurde.
 

Einsparungen von 160 Millionen Euro

Die Wirkung der Herstellerrabatte ist schon nach kurzer Zeit sichtbar. Die Einsparung von 160 Millionen Euro seit Anfang Januar 2011 entspricht einer Kostenreduktion von rund sieben Prozent.. Ganz ähnliche Möglichkeiten bestehen noch bei den Trägern der Beihilfe, die für die Absicherung der Beamten zuständig sind. Mehr als dreißig Prozent aller Verordnungen beziehen sich auf Arzneimittel, die nicht verschreibungspflichtig sind und deshalb keinen Herstellerrabatt erhalten. Damit wird die Größenordnung des Einsparpotenzials noch einmal deutlich. Zwar ist bisher noch offen, ob dieses auch für die privaten Kassen in dieser Höhe zu erwirtschaften ist, doch in jedem Fall zielt das Gesetz darauf ab, dass weitere Prämienerhöhungen reduziert werden.
 

GKV weiterhin im Vorteil

Die gesetzlichen Kassen dürften trotzdem weiterhin im Vorteil bleiben, denn sie erhalten außerdem einen Rabattvertrag der Apotheken, auf den die privaten Kassen keinen Anspruch haben. Schon deshalb fordert der Verband der privaten Krankenkassen nun auch die Einführung dieses Rabatts für private Versicherer. Für die Apotheken sei dies nicht bedenklich, da der Anteil der privat Versicherten nur rund 10 Prozent der Bevölkerung ausmachten. In jedem Fall würden sowohl der Herstellerrabatt, als auch der Apothekenrabatt bei beiden Kassensystemen für größeres Sparpotenzial sorgen, das dazu verhelfen könnte, die Balance zwischen Einnahmen und Ausgaben besser zu halten. Insgesamt könnte sich hier ein Weg ergeben, die Krankheits- und Behandlungskosten der Versicherer maßgeblich zu senken.
 

(fs)



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